5 Lügen, die Logopäd*innen sich selbst erzählen

So halten sich Sprachtherapeut*innen und Logopäd*innen selbst klein

 

Lüge Nummer 1: „Ich sollte das eigentlich wissen”

Wie oft hast du dich nicht getraut, eine Kolleg*in zu fragen, wie etwas heißt oder wie man etwas behandelt, weil du diesen Satz im Kopf hattest?

Wie oft hast du etwas Fachliches gegoogelt und dich dabei geschämt, weil du das ja eigentlich wissen solltest?

Unser Beruf ist extrem umfassend!

Nicht nur als Berufsanfänger*in (aber da besonders) ist es unmöglich, sich alles zu merken und alles zu wissen. Ändere den Satz doch zu: 

„Ich sollte das eigentlich herausfinden.”

 

Lüge Nummer 2: „Als Therapeut*in muss ich es allen recht machen.”

Druck, weil der 9-Uhr-Patient jetzt nur noch ab 17 Uhr Zeit hat?

Die Eltern von x finden, dass die Fortschritte zu langsam sind, zu Hause finden sie aber keine Zeit zum Üben?

Patientin x möchte einen zweiten Termin, den du einfach nicht hast?

Du willst eigentlich schon lang in Teilzeit gehen, weil du am Limit bist, willst aber niemanden enttäuschen?

Wenn wir es allen recht machen, vergessen wir uns selbst und unsere eigenen Werte.

 

Lüge Nummer 3: „Meine Therapie ist nicht gut genug.”

Ist deine Therapie die beste, die sie jemals sein könnte? Hoffentlich nicht.
Denn das würde bedeuten,
dass du aus deinen Erfahrungen nichts mehr lernst, dich nicht mehr fortbildest, nicht mehr von Austausch profitierst.

Wenn du über dich selbst sagen kannst:

„Ich gebe das Beste mit den Ressourcen, die ich aktuell habe.”

und weiterhin bereit bist, zu wachsen, dann ist deine Therapie mehr als gut genug.

 

Lüge Nummer 4: „Ich darf nicht zugeben, wenn ich etwas falsch gemacht habe.”

Stell dir mal vor: Du behandelst ein Kind mit einer Aussprachestörung seit Monaten und wendest vor allem mundmotorische Übungen an.

Dann erfährst du in einer Fortbildung: Mundmotorische Übungen sind hier nicht zielführend.

Klar, das fühlt sich nicht gut an. Aber hast du bisher nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt? Dann darfst du jetzt auch zugeben, dass der Weg nicht der richtige war und einen neuen einschlagen. Das gehört zum persönlichen und fachlichen Wachstum dazu.

 

Lüge Nummer 5: „Ich darf Patient*innen nicht an andere abgeben.”

Es graut dir jeden Dienstag, wenn diese eine Patient*in im Wartezimmer sitzt?

Oder du merkst, dass deine aktuelle fachliche Kompetenz nicht ausreicht, um jemandem zu helfen?

Monatelange Therapie, kaum Fortschritte und du weißt einfach nicht weiter?

Manchmal ist ein Therapeut*innenwechsel genau das Richtige!

Das macht dich nicht zu einer schlechten Therapeut*in. Sondern zu einer, die ihre Grenzen kennt und wahrt.

 

Impostor-Syndrom?

Du fühlst dich oft so, als wärst du eine schlechte Therapeut*in, obwohl alles dafür spricht, dass du das gut kannst? Dann solltest du unbedingt noch diesen Blogbeitrag lesen.

 

Logopädie-Fortbildungen

Bei TherAkademie bildest du dich fort, ganz ohne dich dabei inkompetent zu fühlen. Unsere Dozent*innen und die Fortbildungsinhalte erfüllen strenge Qualitätsmerkmale zu unseren Werten. Diese kannst du hier nachlesen.

 

Einige unserer nächsten Fortbildungen findest du hier:

Fortbildung Logopädie Dysphagie - Refresher: Wiedereinstieg, Updates & Praxis - Bezug - TherAkademie     Fortbildung Logopädie Sprachsprünge – Sinneserlebnisse und Bewegung in der Therapie - TherAkademie     Fortbildung Logopädie Evidence Based Practice - TherAkademie     Fortbildung Logopädie Künstliche Intelligenz in der Sprachtherapie - TherAkademie

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